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	<title>Cyclonara &#187; Alien Registration Card</title>
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	<description>Mit Fahrrad und Kamera durch Südkorea und Japan</description>
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		<title>Die vierte Woche</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Jul 2011 11:59:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Das Land, das Verrückte macht Es gibt Tage, die entspannt beginnen, begleitet von wunderschönem Sonnenschein. Doch der Schein trügt. Ich habe in den letzten Wochen versucht mit dem Formular &#8211; von dem mir gesagt wurde, dass es bis bis zur Ausweisausstellung als vollwertiger Ersatz gelte &#8211; ein Bankkonto zu eröffnen. Wie erwartet wurde das vollwertige &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/die-vierte-woche/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-vierte-woche/">Die vierte Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1>Das Land, das Verrückte macht</h1>
<p>Es gibt Tage, die entspannt beginnen, begleitet von wunderschönem Sonnenschein. Doch der Schein trügt. Ich habe in den letzten Wochen versucht mit dem Formular &#8211; von dem mir gesagt wurde, dass  es bis bis zur Ausweisausstellung als vollwertiger Ersatz gelte &#8211; ein Bankkonto zu eröffnen. Wie erwartet wurde das vollwertige Formular von keiner Bank für voll genommen. Auch habe ich bereits mehrere Male vergebens versucht einen japanischen Handyanschluss zu bekommen. Grund für die ständige Ablehnungen ist, dass ich kein Bankkonto habe, was hier selbst für Prepaidverträge vorausgesetzt wird. Also fahre ich in die Stadt um bei einer ganz bestimmten Bank, die mir empfohlen wurde, ein Konto zu eröffnen.</p>
<p>Wieder mal nach einer langen Suchodysse – ja, es liegt an mir und meiner Unfähigkeit japanische Kanjizeichen zu lesen &#8211; finde ich endlich eine Filiale der Bank.</p>
<p>Als ich am Schalter an der Reihe bin und meine Absichten erkläre, anschließend das Kontoeröffnungsformular bekomme, werde ich in gebrochenem Englisch gebeten: “Bitte schreiben Sie noch Ihre Telefonnummer hier hin.” Ich erkläre dem Bankangestellten, dass mir bisher immer gesagt wurde, dass ich ein Bankkonto eröffnen müsse, damit ich eine SIM-Karte kaufen könne. “Das tut mir sehr leid, aber unsere Bank setzt es nun mal voraus, dass Sie eine Telefonnummer in Japan haben um hier ein Konto eröffnen zu können.”, wird mir mit sehr sanfter, japanischer Höflichkeit erklärt. “Ich habe schon mal darauf hingewiesen, dass ich keine SIM-Karte kaufen kann, solange ich beim Handyvertragsabschluss kein Bankkonto nachweisen kann”, erwidere ich.</p>
<p>„Haben Sie denn wenigstens einen Festnetzanschluss?“, werde ich gefragt. Ich frage mich, wie man das ohne japanisches Bankkonto bekommen soll. „Nein, habe ich nicht.“, antworte ich. Ich schreibe die Nr. meiner Gastgeber, auf dessen Adresse mein Visum registriert ist, auf einen Zettel: “Nehmen Sie diese Festnetznummer hier und fragen Sie nach meinem Namen.”. “Wo kommt diese Nummer denn jetzt her? Das ist doch nicht Ihre!”, wundert sich der Bankangestellte. “Doch, dort rufen Sie an, wenn Sie mich überhaupt anrufen müssen, und fragen nach meinem Namen.”</p>
<p>Ich wohne da zwar schon lange nicht mehr, aber frage ich mich wirklich, was diese ganze Bürokratie soll.</p>
<p>“Tut mir leid, das kann ich so nicht akzeptieren,“ sagt mir der Bankangestellte und deutet durchs Fenster auf einen kleines Geschäft am Ende der Straße, „bitte gehen Sie dort hin, dort bekommen sie einen Handyvertrag!” “Nein, ich werde jetzt nicht da runter gehen, weil ich ganz genau weiß, dass ich dort keinen Vertrag bekommen werde solange ich kein japanisches Bankkonto habe!!! Ich werde schön hier bleiben, bis Sie diese Nummer hier in dieses Feld eingetragen haben!”, stelle ich mit einer sehr deutlichen und unmissverständlichen Art klar.</p>
<p>Es scheint, als ob der Bankangestellte diese Art überhaupt nicht gewohnt und jetzt leicht verwirrt ist. Es mag ja sein, dass ich mich momentan nicht integrativ verhalte. Ich bin allerdings auch nicht diese Passierschein-A38-Art gewohnt.</p>
<p><object style="height: 390px; width: 640px;"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lIiUR2gV0xk?version=3" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/v/lIiUR2gV0xk?version=3" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
<p>Und ich denke, dass ich mit mehr als drei Wochen Wartezeit integer genug verhalten habe um letztendlich an das Formular gekommen zu sein, das ich hier benötige. Und das sollte einzig und allein die <a href="http://www.studyjapan.go.jp/en/faq/faq03e.html" target="_blank">Alien registration Card</a> sein. Leicht verstört entfernt sich der Bankangestellte vom Schalter, berät sich mit einer Mitarbeiterin, kommt zurück und trägt die Nummer ein. Dankeschön! Auf einen Sessel deutend werde ich von ihm gebeten: “Wir müssen nun Ihre Karte kopieren und einige Formulare ausfüllen, wenn Sie bitte dort platz nehmen würden.” Nachdem ich den Herren mit meiner Art scheinbar zutiefst beleidigt habe, wird die Kontoeröffnung nun von einer Dame weitergeführt: “Entschuldigen Sie bitte, unsere Bank braucht auch ihren Namen in Hiragana- oder Kataganazeichen.” Ich kann ihn zwar schreiben, aber nachdem hier in dem Formular eindeutig auf Englisch steht: if known, also, falls bekannt, berufe ich mich einfach auf dieses Angebot. „Nein, sie müssen leider Ihren Namen dort in japanischen Zeichen eintragen“, wird mir gesagt. Ich weiß zwar sehr genau, wie mein Name in Hiragana oder Katagana Zeichen geschrieben wird, doch reizt mich jetzt die Neugierde, was sie machen würden, wenn ich es nicht wüsste. „Tut mir leid, ich habe leider keine Ahnung.“, sage ich. „Dann muss ich Sie bitten, nochmals wieder zu kommen, wenn sie herausgefunden haben, wie man ihren Namen mit japanischen Schriftzeichen schreibt.“, sagt sie.</p>
<p>Ich bin fassungslos. Sie wollen mich jetzt also tatsächlich nach Hause schicken. Und das, vor dem Hintergrund, dass diese Schreibübung etwas ist, das wirklich jede Japanerin und jeder Japaner bewerkstelligen kann, der kein Analphabet, weder geistig behindert noch körperlich eingeschränkt ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Analphabetin in einer Bank arbeitet. Und geistig oder körperlich eingeschränkt wirkt sie auf mich auch nicht. Ist natürlich blöd, dass ich mich blöd gestellt habe, da es jetzt natürlich etwas blöd wäre plötzlich wie ein Blöder schreiben zu können. Also „helfe“ ich, indem ich die die passenden Silben nenne in denen man meinen Namen schreibt. Und tatsächlich, mit vereinten Kräften bewerkstelligen wir diese Aufgabe.</p>
<p>Gegen so einen stressiges Erlebnis hilft ein Barbesuch. Trifft sich gut, denn mein Gastgeber Brandon hat heute noch zwei kanadischen Couchsurfern angeboten, sie eine Woche zu hosten und wir nehmen sie vom Bahnhof erst mal in eine Bar mit.</p>
<div id="attachment_175" style="width: 509px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_7580.jpg"><img class="size-full wp-image-175   " title="wieder glücklich. Foto von Joki Zatko, Kanada" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/07/IMG_7580.jpg" alt="wieder glücklich. Foto von Joki Zatko, Kanada" width="499" height="332" /></a><p class="wp-caption-text">wieder glücklich. Foto von Joki Zatko, Kanada</p></div>
<p>Für alle, die nun so richtig Lust bekommen haben, auch in Japan <a href="http://www.de.emb-japan.go.jp/Konsular/ferienarbeit.html" target="_blank">work and travel</a> zu machen, hier die besten Jobbörsen:</p>
<p lang="en-GB">&nbsp;</p>
<p lang="en-GB"><a href="https://jobs.gaijinpot.com/">https://jobs.gaijinpot.com/</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://japanese.about.com/od/jobsinjapan/Jobs_in_Japan.htm">http://japanese.about.com/od/jobsinjapan/Jobs_in_Japan.htm</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://www.tokyoconnections.com/Teaching_English/Job_Listings/">http://www.tokyoconnections.com/Teaching_English/Job_Listings/</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://www.job-japan.jp/">http://www.job-japan.jp/</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://www.ohayosensei.com/">http://www.ohayosensei.com/</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://metropolis.co.jp/atomjobs/#/jobs?&amp;global_language=en">http://metropolis.co.jp/atomjobs/#/jobs?&amp;global_language=en</a></p>
<p lang="en-GB"><a href="http://www.daijob.com/en/">http://www.daijob.com/en/</a></p>
<p>Deutlich zu sehen: Alle Englischsprachschulen suchen quasi ausschließlich Muttersprachler. Man muss nicht extrem intelligent sein um zu erkennen, dass so viele Stellen nicht alle von Muttersprachlern besetzt werden können. Ist man kein Muttersprachler: Trotzdem bewerben!</p>
<p>Besonderen Dank an: Hubertus Neidhart vom <a href="http://www.wpn.de/">Deutschen Webspace Provider Network</a> für den guten Service, Joki Zatko, Lilith Pendzich, Ann-Jessica Diehl und all meine Gastgeber.</p>
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		<title>die zweite Woche</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:00:53 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Oho, I&#8217;m an alien. I&#8217;m a legal Alien a German Man in Japan Ich habe ehrlich gesagt keine Möglichkeit gefunden, an die Alien Registration Card zu kommen, ohne eine permanente Adresse in Japan zu haben. Allerdings waren Jim und Heath so freundlich und ließen mich Ihre Adresse zum Registrieren verwenden. Es ist schon wieder so &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/">die zweite Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: 31px; line-height: 46px;">Oho, I&#8217;m an alien. I&#8217;m a legal Alien a German Man in Japan</span></h2>
<p>Ich habe ehrlich gesagt keine Möglichkeit gefunden, an die <a href="http://www.studyjapan.go.jp/en/faq/faq03e.html" target="_blank">Alien Registration Card</a> zu kommen, ohne eine permanente Adresse in Japan zu haben. Allerdings waren Jim und Heath so freundlich und ließen mich Ihre Adresse zum Registrieren verwenden. Es ist schon wieder so eine Situation, in der ich mir denke, wie ich das alles der <a href="http://www.couchsurfing.org/?language_locale=de_DE" target="_blank">CS</a> Community zurückgeben soll. Denn Jim und Heath haben das von sich aus angeboten. Ich habe nicht ein mal fragen müssen.</p>
<h1>It&#8217;s Friday, Friday, fun, fun, party, party&#8230;</h1>
<p>Den Bahnhof meines neuen Gastgebers zu finden ist mal wieder eine Herausforderung. Nach erneutem Hin- und Hergeirre scheint dieses mal mein verzweifelter Blick die Aufmerksamkeit eines leicht angetrunkenen Inhabers einer Recycling Firma – der gerade von seiner Betriebsfeier kommt &#8211; geweckt zu haben, und der mir abermals nicht nur den Weg erklärt, sondern mich natürlich auch gleich wieder zum richtigen Bahnhof begleitet. Wobei dazwischen allerdings zwei falsche liegen. Dafür kann er aber nichts. Der Alkohol ist schuld!</p>
<p><span style="color: #000000; font-size: 31px; line-height: 46px;">I need a Hiro!!!</span></p>
<p>Hiro ist mein neuer Gastbeber. Er arbeitet bei Japans größter Telefongesellschaft. Ich hatte ihn darum gebeten zwei Tage in seiner Wohnung übernachten zu dürfen. Es wird aber nur eine daraus werden. Warum? Ursprünglich wollte er mit einem seiner Freunde eine Nacht in einem <a href="http://onsenhotel.com/" target="_blank">Onsen</a> (Termalquellen) Hotel verbringen. Da dieser Freund abgesagt hat, muss ein anderes „Opfer“ gefunden werden. Und dieses Opfer bin ich. „Es ist schon okay, Simon, ich lade Dich ein. Du musst natürlich nicht für das Hotel zahlen!“ schreibt er mir. Langsam wird mir Japan unheimlich. Wenn das so weitergeht werde ich vielleicht bald noch zum Yakuza Boss (Japanische Mafia) befördert.</p>
<p>Wie ein Mafiaboss werde ich tatsächlich von Hiro empfangen. In seiner Lexuslimousine mit eingebautem Fernseher werde ich zu einem Restaurant chauffiert und natürlich gibt es für mich keine Möglichkeit die Rechnung selbst zu bezahlen. Das Konzept des Restaurants gefällt mir. Hier ist in jedem Tisch ein Gasgrill eingelassen. Das mundgerecht geschnittene Fleisch nimmt man sich vom Buffet.</p>
<p>Aber all das ist natürlich nicht genug für den Yakuza Boss und so werde ich noch ins öffentliche Bad eingeladen. Das Baden ist fester Bestandteil der japanischen Kultur. Ich finde, dass man es mit der römischen Badekultur vergleichen könnte. Gebadet wird in Japan nackt und grundsätzlich geschlechtergetrennt. Oftmals Mütter mit ihren Töchtern und Väter mit ihren Söhnen. Auch wenn ich meine Familie nicht dabei habe, lässt man mich trotzdem rein :)</p>
<p>Hey, was macht denn das Mädchen hier in unserer Abteilung? Und zusätzlich ist sie auch noch angezogen! Sie arbeitet hier. Das ist nicht fair! Moment mal. Das bringt mich auf eine Idee. Vielleicht bieten die Bäder ja auch Jobs für Männer in der Frauenabteilung an. Hmm&#8230;</p>
<p>Egal, wohin man hier blickt, sieht man praktisch überall des Mannes bestes Stück. Viele von uns dürften neulich über die <a href="http://www.targetmap.com/viewer.aspx?reportId=3073">Penismap</a>, die vor kurzem im Internet grassierte, gestolpert sein. Ich habe mich immer gefragt, wie diejenigen, die diese Karte erstellt haben bitte das Maß genommen haben sollen. Und haben sie das jeweils wirklich bei über 1.000 Landsleuten gemessen um zu einem repräsentativen Ergebnis zu kommen? Wie schnitt den Japan noch mal ab?</p>
<p>Oh&#8230; verstehe. Hm, also ja&#8230; Ich habe zwar nicht persönlich Maß genommen und auch wirklich kein Interesse daran, das hier zu machen, aber nach Augenmaß kann ich das Ergebnis für Japan zumindest für dieses Bad hier bestätigen. Naja, … *grins*  Also ich möchte ja wirklich nicht angeben aber&#8230; he he&#8230; Okay. Ich höre vielleicht doch lieber auf. Denn nach all dem was mir hier Schönes widerfahren ist, steht es mir einfach nicht zu, es auf die Spitze zu treiben.</p>
<p>Apropos treiben. Wie heißt es da doch so schön: Auf die Größe kommt es nicht an, sondern auf die Technik. Und hier sind uns die Japaner in so vielerlei Hinsicht deutlich voraus. Wie hätten sie es sonst zu einem der modernsten Industrieländer der Welt bringen sollen? Na also! Und selbst hier im Bad können die Japaner nicht auf Technik verzichten. Beispielsweise gibt es ein Bad, in dem man sich zwischen zwei Elektrodioden setzt. Ich frage mich, ob ich das entspannend finden soll oder ob das eher was für Masochisten ist&#8230;</p>
<p>Manchmal muss es nicht mal komplexeste Technik sein. Es fängt schon bei so kleinen Dingen an wie zum Beispiel sich ordentlich in eine Menschenschlange einzugliedern.</p>
<div id="attachment_116" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0113.jpg"><img class="size-full wp-image-116 " title="Metromenschenschlange" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0113.jpg" alt="Metromenschenschlange" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Metromenschenschlange</p></div>
<p>Das funktioniert an jedem Bahnsteig, bei jeder Rolltreppe &#8211; überall! Pubertäres Gedrängel, wie man es von unseren westlichen Ländern her kennt, sucht man hier vergebens. Und selbst in den U-Bahnen müssen die Japaner nicht wie viele dumme Deutsche beweisen, dass sie am lautesten in Ihr Handy brüllen können. Das Telefonieren in den U-Bahnen ist nämlich verboten. Hammer!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Samstag.</p>
<div id="attachment_117" style="width: 464px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0002.jpg"><img class="size-full wp-image-117" title="Auf dem Weg nach Kinugawa" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0002.jpg" alt="Auf dem Weg nach Kinugawa" width="454" height="303" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg nach Kinugawa</p></div>
<p>Hiro und ich haben den Wagen gepackt. Es geht nach <a href="http://www.kinugawa-kawaji.jp/english/" target="_blank">Kinugawa</a> zum <a href="http://onsenhotel.com/" target="_blank">Onsen</a> Hotel. Es liegt ungefähr 100 km nördlich von Tokyo. <a href="http://www.pref.fukushima.jp/index_e.html" target="_blank">Fukushima</a> ist von dort aus nur noch 165 km entfernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während einer kurzen Pause zeigt mir Hiro einen 100 Yen shop, welche in Japan sehr beliebt sind.</p>
<div id="attachment_118" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0008.jpg"><img class="size-full wp-image-118" title="100 Yen Shop" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0008.jpg" alt="100 Yen Shop" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">100 Yen Shop</p></div>
<div id="attachment_119" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0014.jpg"><img class="size-full wp-image-119" title="Eine Augenweide" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0014.jpg" alt="Eine Augenweide" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Augenweide</p></div>
<div id="attachment_120" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0034.jpg"><img class="size-full wp-image-120" title="Heuhotel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0034.jpg" alt="Heuhotel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Heuhotel</p></div>
<p>Unser Hotelzimmer riecht nach Heu. „Das sind die Tatamimatten am Fußboden“, erklärt mir Hiro. Als ich das Hotelzimmer betrete denke ich mir: „Schön und gut, aber die Jungs haben die Betten vergessen.“ Etwas später klärt mich Hiro auf, dass die Betten gemacht werden, während man im Restaurant isst.</p>
<div id="attachment_121" style="width: 1205px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0025.jpg"><img class="size-full wp-image-121" title="Hotel mit Geschichte" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0025.jpg" alt="Hotel mit Geschichte" width="1195" height="796" /></a><p class="wp-caption-text">Hotel mit Geschichte</p></div>
<div id="attachment_122" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0036.jpg"><img class="size-full wp-image-122" title="Blick aus unserem Zimmer" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0036.jpg" alt="Blick aus unserem Zimmer" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Blick aus unserem Zimmer</p></div>
<div id="attachment_123" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0038.jpg"><img class="size-full wp-image-123" title="Matratzen" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0038.jpg" alt="Matratzen" width="440" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht Tokyo Hotel!</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und tatsächlich, vom Essen zurück, liegen zwei matratzenartige Gebilde auf dem Tatamiboden. Und somit verbringe ich die erste Nacht meines Lebens in einem Hotel ohne Bett. Pflicht in jedem Hotelzimmer: Ein Wasserkocher und verschiedene Teesorten. Hiro reicht mir eine Tasse. Also&#8230; ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber der Tee schmeckt genauso, wie dieses Zimmer riecht, nach Heu.</p>
<div id="attachment_127" style="width: 497px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0041.jpg"><img class="size-full wp-image-127 " title="Cooles Outfit hm?" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0041.jpg" alt="Cooles Outfit hm?" width="487" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">Cooles Outfit hm?</p></div>
<p>Bitte nicht falsch verstehen. Ich beschwere mich nicht und möchte nicht arrogant erscheinen. Dieses Wochenende war das beste, das ich bis jetzt in Japan hatte was ich alles Hiro verdanke! Es war einfach der Wahnsinn! Danke Hiro! Für alles!</p>
<p>Sehr schön sind auch die Straßenschilder auf dem Rückweg. Der in Japan allgegenwärtige Waschbär Tanuki. Mai is dea ßiaß!</p>
<div id="attachment_124" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00021.jpg"><img class="size-full wp-image-124" title="Tanuki" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00021.jpg" alt="Tanuki" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Tanuki</p></div>
<div id="attachment_136" style="width: 414px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00072.jpg"><img class="size-full wp-image-136" title="Regenschirmpflicht" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00072.jpg" alt="Regenschirmpflicht" width="404" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Regenschirmpflicht</p></div>
<p>Und auch die Regenschirmpflicht auf der Autobahn halte ich für sehr gewagt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie darf ich mir das vorstellen? Etwa so, wie auf dem Foto?</p>
<div id="attachment_126" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0010.jpg"><img class="size-full wp-image-126" title="Pan Tau in Japan" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0010.jpg" alt="Pan Tau in Japan" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Pan Tau in Japan. Foto von Hiroyuki Ochiai</p></div>
<p>Um nicht gleich wieder im U-Bahnsystem verloren zu gehen, fährt mich Hiro am Sonntag zu meinem nächsten Gastgeber in eine der abgelegensten Regionen <a href="http://www.pref.saitama.lg.jp/site/english-top/">Saitamas</a>, <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html">Kawagoe</a>. Brandon, ein 23-jähriger Amerikaner, der bereits seit zwei Jahren in Japan lebt und ab November wieder zurückkehren wird und u.a. sehr skurrile <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bfEfVS7YV3U">Videos </a>von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vtCQRE-D4i0">Japan </a>gemacht hat. Bei einem gemeinsamen Abendessen stellt sich auch heraus, dass Hiro nicht nur ein wunderbarer Gastgeber, sondern auch ein passionierter Koch ist.</p>
<p>Brandon arbeitet ebenfalls als Englischlehrer. Er hat aber keine Probleme damit, mich am Montag alleine in seiner Wohnung zu lassen. Ich mache mich aber auch schon bald auf den Weg zu <a href="http://www.city.shibuya.tokyo.jp/eng/index.html" target="_blank">Shibuyas</a> Rathaus um mich als Work and Traveller zu registrieren. Angenehm: Die Sachbearbeiterin spricht fließend Englisch. Und selbst für alle anderen Angelegenheiten gibt es einen Übersetzer. Unangenehm: Das Ausstellen der <a href="http://www.studyjapan.go.jp/en/faq/faq03e.html" target="_blank">Alien Registration card</a> dauert zwei Wochen. Ich bekomme zwar ein Formular, das mir bestätigt, dass ich mich hier legal aufhalte und bis zur Ausstellung der Karte als voller Ersatz gelten soll, ich habe aber so meine Zweifel daran&#8230;</p>
<p>Nach meiner Rückkehr nimmt sich Brandon die Zeit mich durch <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html">Kawagoe</a> zu führen. Er zeigt mir den Tempel und die Altstadt.</p>
<div id="attachment_128" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0001.jpg"><img class="size-full wp-image-128" title="Eingang zum Kawagoe Tempel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0001.jpg" alt="Eingang zum Kawagoe Tempel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Eingang zum Kawagoe Tempel</p></div>
<div id="attachment_129" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0003.jpg"><img class="size-full wp-image-129" title="Haus in der Tempelanlage" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0003.jpg" alt="Haus in der Tempelanlage" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Haus in der Tempelanlage</p></div>
<div id="attachment_130" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00081.jpg"><img class="size-full wp-image-130" title="Kawagoe Tempel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00081.jpg" alt="Kawagoe Tempel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Kawagoe Tempel</p></div>
<div id="attachment_131" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00361.jpg"><img class="size-full wp-image-131" title="Historisch Haeuser in Kawagoe" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00361.jpg" alt="Historisch Haeuser in Kawagoe" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Historisch Haeuser in Kawagoe</p></div>
<div id="attachment_132" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0117.jpg"><img class="size-full wp-image-132" title="Haus und der Turm von Kawagoe" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0117.jpg" alt="Haus und der Turm von Kawagoe" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Haus und der Turm von Kawagoe</p></div>
<p>Ich entdecke auch interessante Keramikgeschäfte.</p>
<div id="attachment_133" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0129.jpg"><img class="size-full wp-image-133" title="Japanische Majoliken und Terrakotta" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0129.jpg" alt="www.haruri.jp " width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">www.haruri.jp   www.touho-yamawa.co.jp</p></div>
<p>Es ist Dienstag und mein erstes Vorstellungsgespräch findet heute statt. Es handelt sich um eine von Tokyos vier großen Sprachschulen. Und – oh Wunder – obwohl ich kein Englischmuttersprachler bin und für die Stelle laut Anzeige nur Englischmuttersprachler erwünscht sind, obwohl sie mit mir am Telefon gesprochen haben und meinen deutschen Akzent gehört haben, laden sie mich trotzdem ein.</p>
<p>Während sich Brandon für seine Arbeit fertig macht fragt er mich: „Simon, willst Du so zum Vorstellungsgespräch gehen?“</p>
<p>Ich trage eine Schwarze hose, ein ordentliches hellblaues Langarmshirt und frage mich was daran schlimm sein soll: „Ja!“</p>
<div id="attachment_134" style="width: 499px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2305.jpg"><img class="size-full wp-image-134 " title="Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2305.jpg" alt="Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo" width="489" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo. Foto von Brandon Lamb</p></div>
<p>„Hast Du keinen Anzug?“, fragt er mich fast schon entsetzt.</p>
<p>„Brauche ich den denn hier unbedingt? Ich meine, ich bewerbe mich nicht gerade bei einer Bank!“</p>
<p>„Also Vorstellungsgespräche in Japan ohne Anzug sind hier ein absolutes no go!“</p>
<p>„Aaahhh, was soll ich denn jetzt machen?&#8221;</p>
<p>„Hier, ich kann Dir meine Anzughose geben. Und noch meine Krawatte. So kannst Du zumindest den dummen Unwissenden spielen.“</p>
<p><span style="color: #000000; font-size: 31px; line-height: 46px;">Wo ist Dein Schuh?</span></p>
<p>Ich habe mein zweites Vorstellungsgespräch am heutigen Mittwoch. Allerdings das erste in meinem Leben, für das ich meine Schuhe ausziehe. Das ist nun mal in vielen Häusern in Japan üblich. Nochmal eine Stelle als Englischlehrer. Dieses mal in einem Nachmittagskinderbetreuung. Auch hier hilft mir Brandon wieder mit seiner Anzughose und Krawatte aus. Gegen Abend ziehe ich zu meiner nächsten Gastgeberin um. Celine, eine Deutsche! Sie studiert Italienisch und Japanologie.</p>
<p>Oh Wunder, oh Wunder. Es ist Donnerstag und die Sprachschule lädt mich zu einem zweiten Vorstellungsgespräch ein. Sowas aber auch. Und das, obwohl ich kein Englischmuttersprachler bin, weder einen Bachelor habe, noch ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CELTA">CELTA Zertifikat</a>. Manchmal frage ich mich, ob sie sich die Masken auf der Ihrer Internetseite wirklich ansehen. Ich stelle überrascht fest, dass die Nachmittagsbetreuung, bei der ich mich ebenfalls beworben habe, gleich besser als zwei der großen  Sprachschulen zahlt&#8230;</p>
<p>Und die Moral von der Geschicht: Egal ob Muttersprachler oder nicht, einfach trotzdem bewerben und wenn eine Kinderbetreuung dann auch noch besser zahlt, kann man sich gleich doppelt freuen&#8230;</p>
<p>Besonderen Dank an: Hubertus Neidhart vom <a href="http://www.wpn.de/">Deutschen Webspace Provider Network</a> für den guten Service, Brandon Lamb für seine Videos und ein Foto, Hiroyuki Ochiai für ein Foto, Christoph Flossmann für das Melden eines Fehlerteufels und an all meine Gastgeber.</p>
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