<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Cyclonara &#187; Kawagoe</title>
	<atom:link href="https://www.cyclonara.de/tag/kawagoe/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.cyclonara.de</link>
	<description>Mit Fahrrad und Kamera durch Südkorea und Japan</description>
	<lastBuildDate>Tue, 12 Mar 2013 15:59:39 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
		<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
		<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.7.1</generator>
	<item>
		<title>19te Woche</title>
		<link>https://www.cyclonara.de/19te-woche/</link>
		<comments>https://www.cyclonara.de/19te-woche/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 04 Dec 2011 19:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[skurriles]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft und Wissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Bus]]></category>
		<category><![CDATA[Busgesellschaften]]></category>
		<category><![CDATA[Chiba]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrradanhänger]]></category>
		<category><![CDATA[Friseur]]></category>
		<category><![CDATA[Gunma]]></category>
		<category><![CDATA[Haneda Flughaen]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kawagoe]]></category>
		<category><![CDATA[Manza]]></category>
		<category><![CDATA[Massage]]></category>
		<category><![CDATA[Nagano]]></category>
		<category><![CDATA[Narita Flughafen]]></category>
		<category><![CDATA[Obdachlos]]></category>
		<category><![CDATA[öffentliche Verkehrsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[Onsen]]></category>
		<category><![CDATA[Onsenhotel]]></category>
		<category><![CDATA[Saitama]]></category>
		<category><![CDATA[Shinjuku]]></category>
		<category><![CDATA[Shinjuku Park]]></category>
		<category><![CDATA[Snowboard]]></category>
		<category><![CDATA[Tetris]]></category>
		<category><![CDATA[Tokio]]></category>
		<category><![CDATA[Übernachtung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pendzichpictures.de/?p=404</guid>
		<description><![CDATA[<p>Schlaflos im Shuttle Nach einer weiteren schlaflosen Nacht in einem Flugzeug komme ich zum zweiten Mal am Narita Flughafen an. Dieses mal sogar noch voller bepackt als beim ersten Mal. Ich habe meinen Fahrradanhänger und mein Snowboard dabei. Nun, da ich kein eigenes Fahrrad habe, (für die Hamburg – Rom Radtour habe ich das Rad &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/19te-woche/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/19te-woche/">19te Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1>Schlaflos im Shuttle</h1>
<p>Nach einer weiteren schlaflosen Nacht in einem Flugzeug komme ich zum zweiten Mal am <a href="http://www.narita-airport.jp/en/">Narita Flughafen</a> an. Dieses mal sogar noch voller bepackt als beim ersten Mal. Ich habe meinen Fahrradanhänger und mein Snowboard dabei. Nun, da ich kein eigenes Fahrrad habe, (für die <a href="http://www.prototypetour.de/">Hamburg – Rom Radtour</a> habe ich das Rad meiner Schwester benutzt) muss ich mich mit diesem Problem wohl hier in Japan befassen. Allerdings habe ich immer noch ein wenig Zeit dafür, da die Radreise für 2012 geplant ist und ich nicht vorhabe, meine Tour mitten im Winter zu beginnen.</p>
<p>Ach ja, da gibt es noch was, das ich bisher geheimgehalten habe: Mein neuer Job hier in Japan. Diejenigen, die mich während meines Japanaufenthalts bisher via Blog begleitet haben, erinnern sich vielleicht daran, dass ich bereits vor meinem Japanaufenthalt eine Stelle in den Bergen der Gunma Präfektur, nahe Nagano sicher hatte. Aber nach dem 11.03. brach der Tourismus in Japan zusammen, weshalb sich der Hotelmanager bei mir entschuldigte, dass er mich nicht einstellen könne. Allerdings kam er auf mich einige Monate später zurück, dass er mich nun einstellen könne. Da ich zu dem Zeitpunkt allerdings schon eine andere Stelle hatte, einigten wir uns auf den ersten November als Starttermin. Selbst wenn die Ereignisse in Fukushima meine Pläne total durchkreuzt hatten, ist das Endergebnis deutlich besser. Ich wusste, dass das Hotel in den Bergen liegt. Ich wusste, dass es ein Onsen Hotel ist. Ich wusste nicht, dass es mitten in einem Wintersportgebiet liegt. Hätte ich hier während der Sommermonate gearbeitet, hätte ich „nur“ das Onsen und ein paar Bergwanderungen genießen können. Auf diese Weise werde ich allerdings Snowbaorden und das Onsen genießen.</p>
<p>Vorher muss ich aber noch ein paar Sachen von meinem rekordhaltenden Gastgeber Brandon abhohlen, die er während meines Deutschlandaufenthalts für mich aufbewahrt hat. Aber wie komme ich – bepackt mit einem Rucksack, einem 1,20 m x 60 cm x 50 cm Fahrradanhänger, der 46 kg wiegt, inklusive Snowboard vom <a href="http://www.narita-airport.jp/en/">Narita Flughafen</a>, Chiba Präfektur, nach Kawagoe, Saitama Präfektur (fast 100 km), ohne ein halbes Vermögen dafür hinblättern zu müssen? Definitiv zu viele Gepäckstücke für jeden Zug oder irgendeine Metro. Zum Glück gibt es <a href="http://www.narita-airport.jp/en/access/bus/index.html">Busse</a> nach Kawagoe und für 3.000 Yen (29 €, 35 CHF)  ist es nicht mal teuer.</p>
<p>„Brother from another Mother“ werde ich von Brandon in Kawagoe willkommen geheißen.</p>
<p>Das <a href="http://www.manza.co.jp/eng/onsen">Hotel</a>, für das ich arbeiten werde, hat eine eigene Busverbindung, die täglich um neun von Shinjuku, Tokio abfährt. Nun mit fünf Gegenständen bepackt, kann ich definitiv keine Metro mehr nehmen, um von Kawagoe dorthin zu kommen. Es sind immerhin fast 50 km. Also bin ich abermals von einem Reisebus abhängig. Tatsächlich gibt es <a href="http://www.ncbbus.co.jp/hbus/time3.htm">eine Gesellschaft</a>, die die Strecke aber nur nach 9 Uhr fährt und … es ist die einzige, die ich finden kann. Ein Taxi würde mich wahrscheinlich 70.00 Yen (96 € 118 CHF), wenn nicht sogar noch mehr kosten, wenn ich überhaupt eins fände, das so viel Gepäck transportieren könnte und wenn ja, es auch akzeptieren würde. Mir ist es unangenehm frühere Gastgeber mit Autos um Hilfe zu bitten; da der erste November ein regulärer Arbeitstag ist, ist es auch verständlich, dass sie besseres zu tun haben als mein Chauffeur zu sein. Moment mal&#8230; Ich bin nach Kawagoe mit einem Flughafenbus gekommen. Und die fahren fast rund um die Uhr alle Metropolregionen in und um Tokio an, aber auch von allen Regionen zum Flughafen. Hmmmm&#8230;. Mal suchen: <a href="http://www.limousinebus.co.jp/en/bus_services/haneda/index">Haneda Flughafen</a> nach Shinjuku. Ankunftszeit 8:30. Wow Erfolg! Würde dort aber schon um 7:30 sein. Fährt von Haneda ab 6:15. Okay, jetzt Kawagoe nach Haneda Flughafen. Oh …. hmmmm fährt um 4:25 Uhr.</p>
<p>Naja, ich wusste, dass es Opfer fordern würde. Mit meinen <a href="http://www.tetris.com/">Tetris</a> Verpackungskünsten schaffe ich es alles in meinen Radanhänger, zwei große Plastiktüten, meinen Rucksack zu packen und das Snowboard schiebe ich auf meinem Anhänger liegend vor mir her. Nach einer weiteren schlaflosen Koffer-pack-Nacht bei Brandon, in Bussen und am Flughafen, komme ich endlich in Shinjuku an. Ich bin an der Stelle wie sie mir vom Hotelmanager beschrieben wurde, hier stehen auch Busse, aber selbst um zehn vor neun gibt es keine Spur von einem Manza Bus. Ich schicke dem Manager eine Kurzmitteilung – keine Antwort. Fünf Minuten vor neun. Ich rufe ihn an – Niemand hebt ab&#8230;</p>
<p>Ungefähr 20 Minuten nach neun entdecke ich den Busbahnhof, von wo aus der Bus abfährt. Der Bus ist natürlich schon längst weg. Ich gehe zum Busbahnhofsverwalter. Er hat die Festnetznummer des Onsenhotels, wählt die Nummer für mich und übergibt mir den Hörer:</p>
<p>„Guten Tag, spreche ich mit Ichimura San?“, frage ich.</p>
<p>„Ah Simon San, tut mir leid, ich habe heute mein Handy zu Hause vergessen. Oh, und ich habe außerdem gerade bemerkt, dass ich den Weg zum Busbahnhof falsch beschrieben habe. Es ist nicht die Südseite, sondern die Westseite“, entschuldigt er sich.</p>
<p>„Jiiiaa, ich glaube, dass ich das auch gerade bemerkt habe.“, antworte ich.</p>
<p>„Aber könntest Du trotzdem heute noch kommen, vielleicht mit dem Zug? Du weißt ja, dass wir die Fahrt zahlen.“, bittet er mich.</p>
<p>„Ähhm, tut mir leid, nein, das wird mir leider nicht möglich sein.“, antworte ich.</p>
<p>„Ah wakarimasu ne. Aber vielleicht morgen mit dem Bus?“, fragt er abermals&#8230;</p>
<p>Hm&#8230; Ich glaube ich habe ein weiteres Problem. Sollte ich jetzt wirklich all mein Zeug wieder zusammenpacken und zu Brandon transportieren? Ich bin mir relativ sicher, dass er mich wieder aufnehmen würde, aber nach allem, was er bisher schon für mich getan hat, möchte ich ihn einfach kein weiteres mal mehr stören. Mit all meinem Krempel wäre es aber auch sehr unverschämt, Gastgeber um eine „Emergency couch“ für nur eine Nacht zu bitten. So viel, wie ich in den letzten vier Monaten verdient habe, sollte ich mir eigentlich eine Nacht in einer Herberge gönnen. Aber wer weiß schon, ob ich nach meinem nächsten Job weiterhin so viel Glück habe, nach meinem nächsten Job so schnell wieder eine weitere Stelle zu finden. Zur Sicherheit spare ich mir lieber das Geld. Glücklicherweise ist es ein strahlend blauer Himmel ohne der geringsten Spur einer Wolke. Und obwohl es November ist, ist die Temperatur recht mäßig. Ja, ich denke ernsthaft darüber nach in einem Park zu übernachten. Ich weiß, es ist nicht legal und ein Gast sollte sich so auch nicht in einem fremden Land benehmen. Aber die Zeiten sind nun mal schwierig.</p>
<p>Vielleicht fragt sich jetzt so mancher, wie es zusammen passt, dass ich mir einerseits den Luxus gönne in der Welt herumzureisen, noch dazu mein Snowboard mitzunehmen dann aber bei  3.000 Yen (29 €, 35 CHF) für eine Nacht geize. Hierzu sei Folgendes gesagt: Meine <a href="http://www.prototypetour.de/">Hamburg – Rom Radreise</a> entstand eher aus der Not heraus, da ich mitten in der Weltwirtschaftskrise meinen Job verloren hatte, und es für sinnlos hielt, mich in einer Zeit zu bewerben, in der Tausende ein ähnliches Schicksal ereilt und es deshalb recht unwahrscheinlich war, schnell eine Stelle zu bekommen, da in der Zeit jede Firma eher ausgestellt als eingestellt hat. Grund meines Japanaufenthalts ist zugegebenermaßen sicherlich die Abenteuerlust, doch andererseits will ich damit auch meinen Lebenslauf aufwerten, da darin ein einjähriger Auslandsaufenthalt bisher fehlt. Und das Snowboard? &#8211; Ist zehn Jahre alt und war ein Geschenk. Und wer Flüge ungefähr ein Jahr im Voraus bucht, sich gut erkundigt, wird erstaunt feststellen, für wie wenig Geld man in der Weltgeschichte rumgeistern kann. Und soviel sei auch noch gesagt: Wer suchet, der findet auch Airlines, die einen kostenlosen Snowboardtransport anbieten. Doch zurück nach Shinjuku.</p>
<p>Wo soll ich nun meine Sachen sicherstellen? Jim und Heath! Genau, einer meiner ersten Gastgeber, die in Shibuya, nahe Shinjuku leben. Hm&#8230; Kann sie nicht telefonisch erreichen. Werde wohl mit all meinem Zeug dort hingehen und klingeln müssen.</p>
<p>Endlich angekommen öffnet auch jemand die Tür. Aber es ist weder Jim noch Heath.</p>
<p>„Hallo ähm Sie müssen wohl ein Couchsurfer sein?“, frage ich den Mann.</p>
<p>„Nun ja, so ungefähr. Jim und Heath haben während ihrer Ferien das Haus an uns vermietet.“, antwortet er.</p>
<p>„Oh, ist mir peinlich. Also ich bin ein früherer Couchsufing Gast, und bin hier gestrandet, möchte nicht um Unterkunft bitten, aber fragen, ob ich mein Zeug hier für eine Nacht unterstellen kann?“, erkläre ich.</p>
<p>„Na klar, kein Problem!“</p>
<p>Da ich so erschöpft bin, lege ich mich auf eine Wiese im Shinjuku Park. Ungefähr drei Stunden später wache ich gegen 15 Uhr auf. Natürlich zu früh um sich irgendwo für die Nacht niederzulassen. Hm&#8230; vielleicht sollte ich doch noch zu einem Friseur bevor ich meinen neuen Arbeitgeber sehen werde.</p>
<p>Dies ist also mein erster Friseurbesuch in Japan. Die Friseurin leistet gute Arbeit. Was ich an den japanischen Friseuren verglichen mit den Deutschen mag ist, dass sie die Haare nicht vor, sondern erst nach dem Schneiden waschen, sodass auch wirklich alle geschnittenen Haare weg sind. Auch sehr interessant: Sie reinigen Dir die Ohren mit dem Handtuch. Etwas schockierend oder sage ich mal, einfach unerwartet, wenn man das nicht gewohnt ist. Aber was mir am besten gefällt ist, dass ich am Schluss eine kostenlose Schultermassage erhalte. Und so wie mir die Schultern vom Herumgeschleppe heute auch schmerzen, kommt es zu einem Zeitpunkt, der nicht sinnvoller hätte gewählt sein können. All das für 3.500 Yen. Besser investiert als in eine Hotelnacht. :)</p>
<p>Nachdem ich mir ein Sushipack vom Supermarkt geholt habe, kann ich sogar meine Zähne in einer der Parktoiletten putzen. Wow, habe meine Haare und Gesicht gewaschen, Zähne geputzt, fehlt nur noch ein gemütlicher Fleck für die Nacht im Park, wo mich die Polizei nicht entdeckt. Als ich letzten Endes einen Ort finde, begegne ich mehreren Obdachlosen Leuten, die diesen Platz wohl schon gewohnt sind. Als ich meine Isomatte samt Schlafsack ausbreite schäme ich mich ein wenig. Für mich ist diese Situation eher ein Abenteuer. Für sie ist es der Alltag. Ich krieche in meinen Schlafsack und schlafe erstaunlich schnell ein. Ich wache zwar drei mal die Nacht auf, aber mit meiner Jacke in meinem Schlafsack ist es wirklich okay.</p>
<p>Ein Griff an meine Kehle am nächsten Morgen bestätigt mir, dass sie nicht durchtrennt ist. Ein Griff in meine Hosentasche verrät mir, dass meine Brieftasche immer noch da ist. Nein, ich wache nicht in einer Gefängniszelle auf. Und ja, nachdem ich mein Zeug bei Jim und Heath abgeholt habe, erreiche ich endlich den Bus nach Manza!</p>
<p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/19te-woche/">19te Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.cyclonara.de/19te-woche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>die elfte Woche</title>
		<link>https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/</link>
		<comments>https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Aug 2011 18:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Blut]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kawagoe]]></category>
		<category><![CDATA[Moral]]></category>
		<category><![CDATA[Omiya]]></category>
		<category><![CDATA[Regeln]]></category>
		<category><![CDATA[Schulfreund]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmord]]></category>
		<category><![CDATA[Suizid]]></category>
		<category><![CDATA[Tokio]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiele]]></category>
		<category><![CDATA[Zug]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pendzichpictures.de/?p=237</guid>
		<description><![CDATA[<p>Es ist Wochenende und ich treffe mich heute mit Andreas, einem meiner Schulfreunde, der Japanologie studiert hat und bereits seit einigen Jahren in Tokios Nachbarpräfektur Saitama lebt. Da wir beide passionierte Zocker (Videospieler) sind, fröhnen wir in den Videospielläden Akihabaras heute mal wieder unserem Hobby. Nach einem anstrengenden aber zufriedenstellenden Bummeltag machen wir uns auf &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/">die elfte Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist Wochenende und ich treffe mich heute mit Andreas, einem meiner Schulfreunde, der Japanologie studiert hat und bereits seit einigen Jahren in Tokios Nachbarpräfektur <a href="http://www.pref.saitama.lg.jp/site/english-top/" target="_blank">Saitama</a> lebt. Da wir beide passionierte Zocker (Videospieler) sind, fröhnen wir in den Videospielläden <a href="http://www.e-akihabara.jp/en/" target="_blank">Akihabaras</a> heute mal wieder unserem Hobby. Nach einem anstrengenden aber zufriedenstellenden Bummeltag machen wir uns auf den Heimweg. Am Bahnhof Omiya trennen sich unsere Wege und ich setze mich auf einen Stuhl am Bahngleis für die Züge Richtung <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html" target="_blank">Kawagoe</a>.</p>
<p>Der Zug Richtung Tokio am gegenüberliegenden Bahnsteig fährt ein. Er hupt laut und hält verfrüht. Ich blicke zu den wartenden Menschen auf unserer Seite des Bahnsteigs. Eine Menschentraube bildet sich auf der Höhe des Führerhauses. Eltern nehmen Ihre Kinder bei der Hand und zerren sie hastig aus der Menschenmenge Richtung Rolltreppe zum Ausgang. Ich stehe auf und nähere mich der Menge. Deren Blicke starren alle auf eine Stelle unter dem Zug. Einige Frauen drehen sich mit entsetzten Gesichtern weg und halten ihre Hände vor den Mund. Jetzt begreife ich erst was passiert ist. Ein Mann, schwer zu erkennen, vielleicht zwischen 50 und 60, liegt regungslos und blutverschmiert unter dem Zug auf den Betonboden zwischen den Gleisen.</p>
<div id="attachment_239" style="width: 525px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0093.jpg"><img class="size-full wp-image-239" title="Bahnhof Omiya " src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0093.jpg" alt="Bahnhof Omiya " width="515" height="343" /></a><p class="wp-caption-text">Bahnhof Omiya</p></div>
<p>Was soll ich tun? Lebt er noch? Ich sehe genauer hin. Ja, er atmet. Bevor man hier helfen kann und in den Bahnschacht steigt sollte man sicher gehen, dass die Seite des Gleises auf der man sich befindet gesperrt ist. Denn der Zug nach Kawagoe müsste laut Plan jede Sekunde einfahren. Plötzlich ertönt ein gleichmäßiger, fast schon ohrenbetäubender Alarm und zeitgleich schlagen alle Signalleuchten auf Rot um. Ein eindeutiges Signal, dass alle Gleise nun gesperrt sind und keine Züge mehr einfahren können. Dennoch springt nun niemand in den Schacht um zu helfen. Auch ich bin verunsichert. Schließlich sind hier, im Gegensatz zu einer ungesicherten Unfallstelle auf der Straße, Bahnbedienstete vor Ort, die für solche Fälle ausgebildet sind.</p>
<p>Der Mann liegt auf der Seite und beginnt sich zu regen. Er versucht seinen Arm zu heben. Die Menschenmenge ruft ihm hektisch etwas zu. Er versucht nun auch seine Beine zu bewegen. Jeder Teil seines Körpers regt sich ein wenig. Er scheint also zum Glück nicht querschnittsgelähmt zu sein. Auch hat er, so weit ich es erkennen kann, keine Gliedmaßen verloren. Aber die Blutlache, die ihn umgibt, wird verhältnismäßig schnell größer. Warum dauert es denn so lange, bis jemand mit einer Trage kommt oder einer der Bahnbediensteten nun endlich in den Schacht steigt, um ihn unter dem Zug hervor zu holen? Erst nach fast zehn Minuten kommt ein Mann mit einer Trage. Nun klettern auch Fahrgäste in den Schacht und eilen zur Hilfe. Es ist kein ungefährliches Unterfangen wie sich schnell zeigt. Das Kondenswasser der Zugklimaanlagen hat eine Pfütze auf dem glatten Beton gebildet und ein herbeieilender Fahrgast rutscht in dem Schlamm sofort aus. Zum Glück fällt er nicht auf die harten Schienen.</p>
<p>Nach zwanzig Minuten wird der Mann endlich von mehreren Helfern und Bahnbediensteten mit der Trage auf den Bahnsteig gehievt.</p>
<p>Es dauert weitere zehn Minuten, und der Zug wird vorgefahren und steht nun auf der gesamten Länge des Bahnsteigs. Fast schon als ob nichts passiert wäre wird er abgefertigt und verlässt den Bahnhof Richtung Tokio. Jetzt beginnen Polizisten die Unfallstelle zu dokumentieren. Zeugenaussagen werden aufgenommen. Es war kein Unfall, es war ein Selbsttötungsversuch.</p>
<div id="attachment_241" style="width: 607px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0099.jpg"><img class="size-full wp-image-241" title="Alles wird genau protokolliert" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0099.jpg" alt="Alles wird genau protokolliert" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Alles wird genau protokolliert</p></div>
<p>Leider gehören auch solche Momente zu Tokios Alltag. Es klingt makaber aber selbst für den Suizid scheint es hier eine Art Kodex zu geben. Und so ironisch es klingen mag, die meisten Japaner halten sich sogar daran. Man bringt sich nicht zur Rush hour um, denn man will schließlich nicht zu viele Menschen auf ihrem Weg zur Arbeit oder nach Hause stören. Ich habe mehrere Japaner gefragt, ob das ein schlechter Witz sein soll, oder ob das wirklich stimmt. Tatsächlich befolgen viele, die sich das Leben nehmen, diese „Regel“ hier. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Und erst recht nicht, was ich heute fühlen soll. Fassungslosigkeit? Mich freuen, dass der Mann überlebt hat? Mich über diesen Widerspruch wundern, dass sich viele Japaner selbst beim Suizid an eine Regel halten&#8230; Es ist einfach eine unfassbare Erfahrung und ich werde wohl etwas Zeit brauchen, um sie zu verstehen.</p>
<div id="attachment_243" style="width: 607px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA00921.jpg"><img class="size-full wp-image-243" title="Fassungslose Blicke" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA00921.jpg" alt="Fassungslose Blicke" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Fassungslose Blicke</p></div>
<p><em><em><br />
</em></em></p>
<p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/">die elfte Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.cyclonara.de/die-elfte-woche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>die neunte Woche</title>
		<link>https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/</link>
		<comments>https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 07 Aug 2011 19:27:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[Brauch]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kawagoe]]></category>
		<category><![CDATA[Kimono]]></category>
		<category><![CDATA[Laterne]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Obon Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Studenten]]></category>
		<category><![CDATA[Whiskey]]></category>
		<category><![CDATA[Yaki Niku Grille]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pendzichpictures.de/?p=211</guid>
		<description><![CDATA[<p>Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne … Meiner Regel nicht gleich in der ersten Arbeitswoche über meine neue Arbeit zu erzählen, bleibe ich treu. In Kawagoe wird das 1.000.000 Millionen Laternen Festival gefeiert. Wie Kawagoe tags aussieht, habe ich ja bereits gezeigt. Doch dieses Festival bietet sich geradezu dafür an, Nachtaufnahmen meines Wohnorts zu präsentieren. &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/">die neunte Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h1>Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne …</h1>
<p>Meiner Regel nicht gleich in der ersten Arbeitswoche über meine neue Arbeit zu erzählen, bleibe ich treu.</p>
<div id="attachment_212" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0017.jpg"><img class="size-full wp-image-212" title="Kawagoe Obon Festival" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0017.jpg" alt="Kawagoe Obon Festival" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Kawagoe Obon Festival</p></div>
<p>In <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html" target="_blank">Kawagoe</a> wird das 1.000.000 Millionen Laternen Festival gefeiert. Wie <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html" target="_blank">Kawagoe</a> tags aussieht, habe ich ja bereits gezeigt. Doch dieses Festival bietet sich geradezu dafür an, Nachtaufnahmen meines Wohnorts zu präsentieren.</p>
<div id="attachment_213" style="width: 558px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0008.jpg"><img class="size-full wp-image-213" title="Brruuuuummm" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0008.jpg" alt="Brruuuuummm" width="548" height="365" /></a><p class="wp-caption-text">Brruuuuummm</p></div>
<p>Grund für die Feierlichkeiten sind die buddhistischen Obon- (<span style="font-family: Lucida Sans Unicode;">お盆</span>oder auch nur Bon)-Feste, die in Japan während der Sommermonate (meist im Juli und August) stattfinden. Buddhisten gedenken dann ihrer verstorbenen Ahnen. Sie glauben, dass die Vorfahren als Geister zu den Altaren und sogar zu ihren Nachfahren nach Hause kommen, um sie zu besuchen. Das ist natürlich eine große Ehre. Also werden die Städte herausgeputzt, die Kimonos aus den Schränken geholt, man ehrt seine Vorfahren mit Tänzen und natürlich auch mit gutem Essen. Man möchte schließlich, dass sie sich wie zu Hause fühlen. Das Bon Fest dauert drei Tage und findet in jeder Präfektur bzw. Ortschaft an unterschiedlichen Tagen statt. Cool, oder? So kann man es gleich mehrmals feiern :)</p>
<div id="attachment_214" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0037.jpg"><img class="size-full wp-image-214" title="Kawagoes Fußgängerzone bei Nacht" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0037.jpg" alt="Kawagoes Fußgängerzone bei Nacht" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Kawagoes Fußgängerzone bei Nacht</p></div>
<p>Auch wird das Fest von Ort zu Ort unterschiedlich gefeiert. Hier in <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html" target="_blank">Kawagoe</a> werden beispielsweise überall Laternen aufgehängt. Dieser Brauch geht auf eine Tradition zurück, die um 1850 ihren Ursprung hat. Als damals Kawagoes Herrscher starb, hing die Tochter des Tempeldienstherren dem verstorbenen Herrscher zu Ehren an jedem Obonfest Laternen auf. Da der Herrscher bei der Bevölkerung sehr beliebt war, fand die Idee schnell Nachahmer und in kürzester Zeit wurde es Brauch, die gesamte Stadt während des Bon Fests mit Laternen zu schmücken.</p>
<div id="attachment_215" style="width: 563px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0023.jpg"><img class="size-full wp-image-215" title="Yaki Niku Grille" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0023.jpg" alt="Yaki Niku Grille" width="553" height="369" /></a><p class="wp-caption-text">Yaki Niku Grills</p></div>
<div id="attachment_216" style="width: 353px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0033.jpg"><img class="size-full wp-image-216 " title="Obon Festmahl" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/08/IMGA0033.jpg" alt="Obon Festmahl" width="343" height="515" /></a><p class="wp-caption-text">Obon Festmahl</p></div>
<p>Als mein Gastgeber Brandon und ich durch die Straßen Kawagoes schlendern, kann ich einfach nicht widerstehen eine gesellige Tafelrunde zu fragen, ob ich ein paar Fotos von der Runde machen dürfte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anstatt ein einfaches „Hai“ gesagt zu bekommen, werden Brandon und ich gleich zur Tafel eingeladen. Auf dem Tisch stehen drei <a href="http://www.yakiniku-restaurant.de/" target="_blank">Yaki-Niku-Grills</a> und uns wird Whiskey angeboten. Beide werden wir von drei achtzehn-jährigen Studentinnen verwöhnt. Oh Du schönes Japan!</p>
<p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/">die neunte Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.cyclonara.de/die-neunte-woche-2/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>die zweite Woche</title>
		<link>https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/</link>
		<comments>https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 16:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Land und Leute]]></category>
		<category><![CDATA[100 Yen Shop]]></category>
		<category><![CDATA[Alien Registration Card]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Bad]]></category>
		<category><![CDATA[Gastfreundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Japan]]></category>
		<category><![CDATA[Kawagoe]]></category>
		<category><![CDATA[Kinugawa]]></category>
		<category><![CDATA[Onsen]]></category>
		<category><![CDATA[Onsen Hotel]]></category>
		<category><![CDATA[Penis]]></category>
		<category><![CDATA[Saitama]]></category>
		<category><![CDATA[Technik]]></category>
		<category><![CDATA[Tempel]]></category>
		<category><![CDATA[Vorstellungsgespräch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://pendzichpictures.de/?p=115</guid>
		<description><![CDATA[<p>Oho, I&#8217;m an alien. I&#8217;m a legal Alien a German Man in Japan Ich habe ehrlich gesagt keine Möglichkeit gefunden, an die Alien Registration Card zu kommen, ohne eine permanente Adresse in Japan zu haben. Allerdings waren Jim und Heath so freundlich und ließen mich Ihre Adresse zum Registrieren verwenden. Es ist schon wieder so &#8230; </p><p><a class="more-link block-button" href="https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/">Weiterlesen &#187;</a></p><p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/">die zweite Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<h2><span style="font-size: 31px; line-height: 46px;">Oho, I&#8217;m an alien. I&#8217;m a legal Alien a German Man in Japan</span></h2>
<p>Ich habe ehrlich gesagt keine Möglichkeit gefunden, an die <a href="http://www.studyjapan.go.jp/en/faq/faq03e.html" target="_blank">Alien Registration Card</a> zu kommen, ohne eine permanente Adresse in Japan zu haben. Allerdings waren Jim und Heath so freundlich und ließen mich Ihre Adresse zum Registrieren verwenden. Es ist schon wieder so eine Situation, in der ich mir denke, wie ich das alles der <a href="http://www.couchsurfing.org/?language_locale=de_DE" target="_blank">CS</a> Community zurückgeben soll. Denn Jim und Heath haben das von sich aus angeboten. Ich habe nicht ein mal fragen müssen.</p>
<h1>It&#8217;s Friday, Friday, fun, fun, party, party&#8230;</h1>
<p>Den Bahnhof meines neuen Gastgebers zu finden ist mal wieder eine Herausforderung. Nach erneutem Hin- und Hergeirre scheint dieses mal mein verzweifelter Blick die Aufmerksamkeit eines leicht angetrunkenen Inhabers einer Recycling Firma – der gerade von seiner Betriebsfeier kommt &#8211; geweckt zu haben, und der mir abermals nicht nur den Weg erklärt, sondern mich natürlich auch gleich wieder zum richtigen Bahnhof begleitet. Wobei dazwischen allerdings zwei falsche liegen. Dafür kann er aber nichts. Der Alkohol ist schuld!</p>
<p><span style="color: #000000; font-size: 31px; line-height: 46px;">I need a Hiro!!!</span></p>
<p>Hiro ist mein neuer Gastbeber. Er arbeitet bei Japans größter Telefongesellschaft. Ich hatte ihn darum gebeten zwei Tage in seiner Wohnung übernachten zu dürfen. Es wird aber nur eine daraus werden. Warum? Ursprünglich wollte er mit einem seiner Freunde eine Nacht in einem <a href="http://onsenhotel.com/" target="_blank">Onsen</a> (Termalquellen) Hotel verbringen. Da dieser Freund abgesagt hat, muss ein anderes „Opfer“ gefunden werden. Und dieses Opfer bin ich. „Es ist schon okay, Simon, ich lade Dich ein. Du musst natürlich nicht für das Hotel zahlen!“ schreibt er mir. Langsam wird mir Japan unheimlich. Wenn das so weitergeht werde ich vielleicht bald noch zum Yakuza Boss (Japanische Mafia) befördert.</p>
<p>Wie ein Mafiaboss werde ich tatsächlich von Hiro empfangen. In seiner Lexuslimousine mit eingebautem Fernseher werde ich zu einem Restaurant chauffiert und natürlich gibt es für mich keine Möglichkeit die Rechnung selbst zu bezahlen. Das Konzept des Restaurants gefällt mir. Hier ist in jedem Tisch ein Gasgrill eingelassen. Das mundgerecht geschnittene Fleisch nimmt man sich vom Buffet.</p>
<p>Aber all das ist natürlich nicht genug für den Yakuza Boss und so werde ich noch ins öffentliche Bad eingeladen. Das Baden ist fester Bestandteil der japanischen Kultur. Ich finde, dass man es mit der römischen Badekultur vergleichen könnte. Gebadet wird in Japan nackt und grundsätzlich geschlechtergetrennt. Oftmals Mütter mit ihren Töchtern und Väter mit ihren Söhnen. Auch wenn ich meine Familie nicht dabei habe, lässt man mich trotzdem rein :)</p>
<p>Hey, was macht denn das Mädchen hier in unserer Abteilung? Und zusätzlich ist sie auch noch angezogen! Sie arbeitet hier. Das ist nicht fair! Moment mal. Das bringt mich auf eine Idee. Vielleicht bieten die Bäder ja auch Jobs für Männer in der Frauenabteilung an. Hmm&#8230;</p>
<p>Egal, wohin man hier blickt, sieht man praktisch überall des Mannes bestes Stück. Viele von uns dürften neulich über die <a href="http://www.targetmap.com/viewer.aspx?reportId=3073">Penismap</a>, die vor kurzem im Internet grassierte, gestolpert sein. Ich habe mich immer gefragt, wie diejenigen, die diese Karte erstellt haben bitte das Maß genommen haben sollen. Und haben sie das jeweils wirklich bei über 1.000 Landsleuten gemessen um zu einem repräsentativen Ergebnis zu kommen? Wie schnitt den Japan noch mal ab?</p>
<p>Oh&#8230; verstehe. Hm, also ja&#8230; Ich habe zwar nicht persönlich Maß genommen und auch wirklich kein Interesse daran, das hier zu machen, aber nach Augenmaß kann ich das Ergebnis für Japan zumindest für dieses Bad hier bestätigen. Naja, … *grins*  Also ich möchte ja wirklich nicht angeben aber&#8230; he he&#8230; Okay. Ich höre vielleicht doch lieber auf. Denn nach all dem was mir hier Schönes widerfahren ist, steht es mir einfach nicht zu, es auf die Spitze zu treiben.</p>
<p>Apropos treiben. Wie heißt es da doch so schön: Auf die Größe kommt es nicht an, sondern auf die Technik. Und hier sind uns die Japaner in so vielerlei Hinsicht deutlich voraus. Wie hätten sie es sonst zu einem der modernsten Industrieländer der Welt bringen sollen? Na also! Und selbst hier im Bad können die Japaner nicht auf Technik verzichten. Beispielsweise gibt es ein Bad, in dem man sich zwischen zwei Elektrodioden setzt. Ich frage mich, ob ich das entspannend finden soll oder ob das eher was für Masochisten ist&#8230;</p>
<p>Manchmal muss es nicht mal komplexeste Technik sein. Es fängt schon bei so kleinen Dingen an wie zum Beispiel sich ordentlich in eine Menschenschlange einzugliedern.</p>
<div id="attachment_116" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0113.jpg"><img class="size-full wp-image-116 " title="Metromenschenschlange" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0113.jpg" alt="Metromenschenschlange" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Metromenschenschlange</p></div>
<p>Das funktioniert an jedem Bahnsteig, bei jeder Rolltreppe &#8211; überall! Pubertäres Gedrängel, wie man es von unseren westlichen Ländern her kennt, sucht man hier vergebens. Und selbst in den U-Bahnen müssen die Japaner nicht wie viele dumme Deutsche beweisen, dass sie am lautesten in Ihr Handy brüllen können. Das Telefonieren in den U-Bahnen ist nämlich verboten. Hammer!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Samstag.</p>
<div id="attachment_117" style="width: 464px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0002.jpg"><img class="size-full wp-image-117" title="Auf dem Weg nach Kinugawa" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0002.jpg" alt="Auf dem Weg nach Kinugawa" width="454" height="303" /></a><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg nach Kinugawa</p></div>
<p>Hiro und ich haben den Wagen gepackt. Es geht nach <a href="http://www.kinugawa-kawaji.jp/english/" target="_blank">Kinugawa</a> zum <a href="http://onsenhotel.com/" target="_blank">Onsen</a> Hotel. Es liegt ungefähr 100 km nördlich von Tokyo. <a href="http://www.pref.fukushima.jp/index_e.html" target="_blank">Fukushima</a> ist von dort aus nur noch 165 km entfernt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während einer kurzen Pause zeigt mir Hiro einen 100 Yen shop, welche in Japan sehr beliebt sind.</p>
<div id="attachment_118" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0008.jpg"><img class="size-full wp-image-118" title="100 Yen Shop" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0008.jpg" alt="100 Yen Shop" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">100 Yen Shop</p></div>
<div id="attachment_119" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0014.jpg"><img class="size-full wp-image-119" title="Eine Augenweide" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0014.jpg" alt="Eine Augenweide" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Eine Augenweide</p></div>
<div id="attachment_120" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0034.jpg"><img class="size-full wp-image-120" title="Heuhotel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0034.jpg" alt="Heuhotel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Heuhotel</p></div>
<p>Unser Hotelzimmer riecht nach Heu. „Das sind die Tatamimatten am Fußboden“, erklärt mir Hiro. Als ich das Hotelzimmer betrete denke ich mir: „Schön und gut, aber die Jungs haben die Betten vergessen.“ Etwas später klärt mich Hiro auf, dass die Betten gemacht werden, während man im Restaurant isst.</p>
<div id="attachment_121" style="width: 1205px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0025.jpg"><img class="size-full wp-image-121" title="Hotel mit Geschichte" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0025.jpg" alt="Hotel mit Geschichte" width="1195" height="796" /></a><p class="wp-caption-text">Hotel mit Geschichte</p></div>
<div id="attachment_122" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0036.jpg"><img class="size-full wp-image-122" title="Blick aus unserem Zimmer" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0036.jpg" alt="Blick aus unserem Zimmer" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Blick aus unserem Zimmer</p></div>
<div id="attachment_123" style="width: 450px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0038.jpg"><img class="size-full wp-image-123" title="Matratzen" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0038.jpg" alt="Matratzen" width="440" height="293" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht Tokyo Hotel!</p></div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und tatsächlich, vom Essen zurück, liegen zwei matratzenartige Gebilde auf dem Tatamiboden. Und somit verbringe ich die erste Nacht meines Lebens in einem Hotel ohne Bett. Pflicht in jedem Hotelzimmer: Ein Wasserkocher und verschiedene Teesorten. Hiro reicht mir eine Tasse. Also&#8230; ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, aber der Tee schmeckt genauso, wie dieses Zimmer riecht, nach Heu.</p>
<div id="attachment_127" style="width: 497px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0041.jpg"><img class="size-full wp-image-127 " title="Cooles Outfit hm?" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0041.jpg" alt="Cooles Outfit hm?" width="487" height="325" /></a><p class="wp-caption-text">Cooles Outfit hm?</p></div>
<p>Bitte nicht falsch verstehen. Ich beschwere mich nicht und möchte nicht arrogant erscheinen. Dieses Wochenende war das beste, das ich bis jetzt in Japan hatte was ich alles Hiro verdanke! Es war einfach der Wahnsinn! Danke Hiro! Für alles!</p>
<p>Sehr schön sind auch die Straßenschilder auf dem Rückweg. Der in Japan allgegenwärtige Waschbär Tanuki. Mai is dea ßiaß!</p>
<div id="attachment_124" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00021.jpg"><img class="size-full wp-image-124" title="Tanuki" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00021.jpg" alt="Tanuki" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Tanuki</p></div>
<div id="attachment_136" style="width: 414px" class="wp-caption alignright"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00072.jpg"><img class="size-full wp-image-136" title="Regenschirmpflicht" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00072.jpg" alt="Regenschirmpflicht" width="404" height="269" /></a><p class="wp-caption-text">Regenschirmpflicht</p></div>
<p>Und auch die Regenschirmpflicht auf der Autobahn halte ich für sehr gewagt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie darf ich mir das vorstellen? Etwa so, wie auf dem Foto?</p>
<div id="attachment_126" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0010.jpg"><img class="size-full wp-image-126" title="Pan Tau in Japan" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0010.jpg" alt="Pan Tau in Japan" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Pan Tau in Japan. Foto von Hiroyuki Ochiai</p></div>
<p>Um nicht gleich wieder im U-Bahnsystem verloren zu gehen, fährt mich Hiro am Sonntag zu meinem nächsten Gastgeber in eine der abgelegensten Regionen <a href="http://www.pref.saitama.lg.jp/site/english-top/">Saitamas</a>, <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html">Kawagoe</a>. Brandon, ein 23-jähriger Amerikaner, der bereits seit zwei Jahren in Japan lebt und ab November wieder zurückkehren wird und u.a. sehr skurrile <a href="http://www.youtube.com/watch?v=bfEfVS7YV3U">Videos </a>von <a href="http://www.youtube.com/watch?v=vtCQRE-D4i0">Japan </a>gemacht hat. Bei einem gemeinsamen Abendessen stellt sich auch heraus, dass Hiro nicht nur ein wunderbarer Gastgeber, sondern auch ein passionierter Koch ist.</p>
<p>Brandon arbeitet ebenfalls als Englischlehrer. Er hat aber keine Probleme damit, mich am Montag alleine in seiner Wohnung zu lassen. Ich mache mich aber auch schon bald auf den Weg zu <a href="http://www.city.shibuya.tokyo.jp/eng/index.html" target="_blank">Shibuyas</a> Rathaus um mich als Work and Traveller zu registrieren. Angenehm: Die Sachbearbeiterin spricht fließend Englisch. Und selbst für alle anderen Angelegenheiten gibt es einen Übersetzer. Unangenehm: Das Ausstellen der <a href="http://www.studyjapan.go.jp/en/faq/faq03e.html" target="_blank">Alien Registration card</a> dauert zwei Wochen. Ich bekomme zwar ein Formular, das mir bestätigt, dass ich mich hier legal aufhalte und bis zur Ausstellung der Karte als voller Ersatz gelten soll, ich habe aber so meine Zweifel daran&#8230;</p>
<p>Nach meiner Rückkehr nimmt sich Brandon die Zeit mich durch <a href="http://www.koedo.or.jp/foreign/english/index.html">Kawagoe</a> zu führen. Er zeigt mir den Tempel und die Altstadt.</p>
<div id="attachment_128" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0001.jpg"><img class="size-full wp-image-128" title="Eingang zum Kawagoe Tempel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0001.jpg" alt="Eingang zum Kawagoe Tempel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Eingang zum Kawagoe Tempel</p></div>
<div id="attachment_129" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0003.jpg"><img class="size-full wp-image-129" title="Haus in der Tempelanlage" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0003.jpg" alt="Haus in der Tempelanlage" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Haus in der Tempelanlage</p></div>
<div id="attachment_130" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00081.jpg"><img class="size-full wp-image-130" title="Kawagoe Tempel" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00081.jpg" alt="Kawagoe Tempel" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Kawagoe Tempel</p></div>
<div id="attachment_131" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00361.jpg"><img class="size-full wp-image-131" title="Historisch Haeuser in Kawagoe" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA00361.jpg" alt="Historisch Haeuser in Kawagoe" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Historisch Haeuser in Kawagoe</p></div>
<div id="attachment_132" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0117.jpg"><img class="size-full wp-image-132" title="Haus und der Turm von Kawagoe" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0117.jpg" alt="Haus und der Turm von Kawagoe" width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">Haus und der Turm von Kawagoe</p></div>
<p>Ich entdecke auch interessante Keramikgeschäfte.</p>
<div id="attachment_133" style="width: 607px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0129.jpg"><img class="size-full wp-image-133" title="Japanische Majoliken und Terrakotta" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMGA0129.jpg" alt="www.haruri.jp " width="597" height="398" /></a><p class="wp-caption-text">www.haruri.jp   www.touho-yamawa.co.jp</p></div>
<p>Es ist Dienstag und mein erstes Vorstellungsgespräch findet heute statt. Es handelt sich um eine von Tokyos vier großen Sprachschulen. Und – oh Wunder – obwohl ich kein Englischmuttersprachler bin und für die Stelle laut Anzeige nur Englischmuttersprachler erwünscht sind, obwohl sie mit mir am Telefon gesprochen haben und meinen deutschen Akzent gehört haben, laden sie mich trotzdem ein.</p>
<p>Während sich Brandon für seine Arbeit fertig macht fragt er mich: „Simon, willst Du so zum Vorstellungsgespräch gehen?“</p>
<p>Ich trage eine Schwarze hose, ein ordentliches hellblaues Langarmshirt und frage mich was daran schlimm sein soll: „Ja!“</p>
<div id="attachment_134" style="width: 499px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2305.jpg"><img class="size-full wp-image-134 " title="Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo" src="http://pendzichpictures.de/wp-content/uploads/2011/06/IMG_2305.jpg" alt="Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo" width="489" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Cop mit deutschem Akzent sucht Job in Tokyo. Foto von Brandon Lamb</p></div>
<p>„Hast Du keinen Anzug?“, fragt er mich fast schon entsetzt.</p>
<p>„Brauche ich den denn hier unbedingt? Ich meine, ich bewerbe mich nicht gerade bei einer Bank!“</p>
<p>„Also Vorstellungsgespräche in Japan ohne Anzug sind hier ein absolutes no go!“</p>
<p>„Aaahhh, was soll ich denn jetzt machen?&#8221;</p>
<p>„Hier, ich kann Dir meine Anzughose geben. Und noch meine Krawatte. So kannst Du zumindest den dummen Unwissenden spielen.“</p>
<p><span style="color: #000000; font-size: 31px; line-height: 46px;">Wo ist Dein Schuh?</span></p>
<p>Ich habe mein zweites Vorstellungsgespräch am heutigen Mittwoch. Allerdings das erste in meinem Leben, für das ich meine Schuhe ausziehe. Das ist nun mal in vielen Häusern in Japan üblich. Nochmal eine Stelle als Englischlehrer. Dieses mal in einem Nachmittagskinderbetreuung. Auch hier hilft mir Brandon wieder mit seiner Anzughose und Krawatte aus. Gegen Abend ziehe ich zu meiner nächsten Gastgeberin um. Celine, eine Deutsche! Sie studiert Italienisch und Japanologie.</p>
<p>Oh Wunder, oh Wunder. Es ist Donnerstag und die Sprachschule lädt mich zu einem zweiten Vorstellungsgespräch ein. Sowas aber auch. Und das, obwohl ich kein Englischmuttersprachler bin, weder einen Bachelor habe, noch ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/CELTA">CELTA Zertifikat</a>. Manchmal frage ich mich, ob sie sich die Masken auf der Ihrer Internetseite wirklich ansehen. Ich stelle überrascht fest, dass die Nachmittagsbetreuung, bei der ich mich ebenfalls beworben habe, gleich besser als zwei der großen  Sprachschulen zahlt&#8230;</p>
<p>Und die Moral von der Geschicht: Egal ob Muttersprachler oder nicht, einfach trotzdem bewerben und wenn eine Kinderbetreuung dann auch noch besser zahlt, kann man sich gleich doppelt freuen&#8230;</p>
<p>Besonderen Dank an: Hubertus Neidhart vom <a href="http://www.wpn.de/">Deutschen Webspace Provider Network</a> für den guten Service, Brandon Lamb für seine Videos und ein Foto, Hiroyuki Ochiai für ein Foto, Christoph Flossmann für das Melden eines Fehlerteufels und an all meine Gastgeber.</p>
<p>The post <a href="https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/">die zweite Woche</a> appeared first on <a href="https://www.cyclonara.de">Cyclonara</a>.</p>]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://www.cyclonara.de/die-zweite-woche/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>3</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
